Die Jägerin
Dichtkunst
Geschrieben von: Markus   
Donnerstag, 29. Mai 2008 17:53

Stille.
Und Warten.
Ganz still und leise.
Der Blick auf die Straße;
Stunde um Stunde vergeht,
Kein Windhauch und die Sonne brennt.

Dann plötzlich ein Flimmern
Und die Bäume zittern.
Ein dröhnendes Donnern
Wie von Sturm und Gewittern.

Polternd und trampelnd windet sich
Ein Lindwurm aus Eisen - und im Dickicht
Versteckt, nur eines im Sinn,
Hockt reglos und still: Die Jägerin.

Sie verzieht keine Miene, stumm und versiert
Blickt sie ins Tal, wo der Feind marschiert.
Reihe um Reihe zieht dort entlang,
Zu Peitschen und Brüllen und Trommelklang.

Aus der schwarz-eisernen Masse erwählt sie ihr Ziel
Und beginnt ihren Schachzug im grausamen Spiel.
Ein Schicksal besiegelt, ein Urteil gefällt
Kein Zögern, kein Zweifeln in dieser Welt.

Mit grausigem Surren jagt der Pfeil übers Land,
gelöst von der Hand die den Bogen gespannt.
Kein Schrei, nur ein Zischen, ein dumpfer Prall
Ihr tödlicher Pfeil bringt den Hauptmann zu Fall.

Und noch ehe die Stille von Schreien durchbrochen
Noch ehe der Schock dem Zorne weicht,
Ist längst sie aus ihrem Versteck gekrochen
Und kein Schrei oder Pfeil sie dort noch erreicht.

Längst auf dem Weg zur anderen Flanke
Über Wurzeln, vorbei an Ast und Ranke;
Wie ein Schatten durch den dunklen Wald;
Und Sie plant schon den nächsten Hinterhalt.

 
Kommentare (1)
1 Montag, 09. Juni 2008 09:25
Galthal -Chefkommentator- Tawarhasta
*jubelt dem Zwergen zu*

Kein Mitleid für den grausigen Feind
Mit Grimm wollen wir ihr Tun strafen,
Angedeihen der Brut schmerzvolle Pein
Kein Pfeil wird sinnlos den Bogen verlassen.

((wenn ich irgendwann einmal wieder zuhause ins Netz komme *grummelt mit hochrotem Kopf* würde Galthal gerne das Lied mit Musik untermalen, wenn es der Zwerg ihm vorsingen würde :) ))

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