Das Lied des Schnitters
Dichtkunst
Geschrieben von: Markus   
Samstag, 07. Februar 2009 13:22
Des wütend' Schnitters schnellen Lauf
Hält weder Teer noch Falle auf.
Doch ob des Schnitters kleinem Geist,
Dabei er oft zum Steinkreis reist.

Spricht sein Hauptmann, ein Uruk-Hai:
"Schnitter blöd? Kein Hirn dabei?
"Du erst kämpfen wenn ich schrei!
Sonst die hau'n dich doch zu Brei!"

Und es meint sein Saboteur:
"Verdammt nochmal, sein das so schwer?
Schnitter immerzu austicken,
Und ich ihn dann zusammenflicken."

Sagt der Schwarzpfeil nebendran:
"Blöder Schnitter zu nah dran!
Aus der Deckung und von fern,
So wir töten Gegner gern!"

Auch die Spinne mischt sich ein:
"Dummer Schnitter, halte ein!
Du legst ein Netz, du hälst ihn fest;
und dann erst gibst du ihm den Rest!"

Und dann spricht auch noch der Warg:
"Schnitter, deine Taktik: Quark!
Schleich im Rudel durch den Wald,
Dann töte aus dem Hinterhalt!"

Da kauert der Schnitter sich hinter nen Stein,
Und fühlt sich nutzlos und dumm und allein.
~
Doch wie er so dasitzt, traurig und klein,
Hört plötzlich er Trampeln und Klirren und Schrei'n.

Er blickt hinterm Stein vor und glaubt es kaum:
Lauter grausige Banner mit dem silbernen Baum!
Er blickt auf Chaos in den eigenen Reihen.
Aufgebracht von einem Schlachtzug der Freien!

Sein Kopf wird klar, der Gedanke des Ruhms,
entfacht in den Augen die Feuer Carn Dûms.
Seine Hände umkrallen die schartigen Klingen,
und noch im Sprung beginnt er zu singen:

"Knietief im Blut auf freiem Feld!
Das ist Schnitters wahre Welt!
Kein Netz und kein Schild, keine Taktik mich hält,
nur Hass und zwei Schwerter, das sein alles, was zählt!"

"Denn ich sein der Tod! Ich sein das Leid!
Das ist des Schnitters Kampfesschrei!
Ich kenn keine Taktik, ich hau einfach drauf,
und erst auf den Stufen Glain Vraigs hör ich auf!"

 

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