| Höhen und Tiefen |
| Aus dem Leben von Thorgrom |
| Geschrieben von: Markus |
| Freitag, 21. März 2008 20:44 |
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Wächter Thorgrom ist mittlerweile auf Stufe 43, aber noch gänzlich ohne Raiderfahrung und auch von den großen 6er Instanzen hat er noch keine ausserhalb der epischen Bücher gesehen. Aber das lässt sich ja ändern, man kann ja einfach mal kurz das große Hügelgrab soloen... Fett. Fett ist der Schlüssel. Die Schuppen, Ketten und Platten können noch so blitzen und schimmern, können in den besten Essen gehärtet worden und mit Schutzrunen übersät sein. Macht Eindruck, bringt aber nichts, wenn die Lederriemen, die alles zusammenhalten mitten im Kampf reissen, weil sie porös geworden sind. Mehr als ein Krieger stand schon im entscheidenden Moment ohne Schutz in der Schlacht, weil seine Rüstung zwar hübsch poliert war und glänzte, aber er seine Lederriemen und -bänder sträflich vernachlässigt hatte. Und so saß Thorgrom an diesem Morgen auf einer Mauer beim Westtor von Bree und fettete ausführlich jeden Riemen an seiner schweren Plattenrüstung. Die Sonne schien schon fröhlich auf die Mauer und wärmte die Steine, so dass die Arbeit leicht fiel und Thorgrom sogar ein kleines Liedchen vor sich hinbrummelte. Die schwere Rüstung aus Zwergenstahl ist ein Erbstück. Thorgroms Vater Thargrim hatte sie bereits vor über zweihundert Jahren in der Schlacht von Azanulbizar vor den Toren Morias getragen und später in der Schlacht der fünf Heere vor dem Berg Erebor. Also sorgt Thorgrom immer dafür, dass die Schuppen glänzen und die Runen schimmern und jedes rostende Kettenglied ersetzt wird - aber erst, wenn alle Lederriemen gefettet sind. Das große Hügelgrab also. Spinnen, Untote und Schlimmeres. Nun gut, wenn es denn sein sollte. Thorgrom ist ein erfahrener Krieger und hat schon Schlimmeres erlebt. Und auch wenn seine Kampfgefährtin, die Jägerin Gimwen, gerade einen anderen Auftrag erledigte und ihn folglich nicht würde unterstützen können, so sollte dieses Hügelgrab ja wohl kein Hindernis darstellen. Immerhin liegt es wenigstens unter der Erde, wenn auch unter einem Hügel und nicht unter einem richtigen Berg. Und so zog Thorgrom los. Der Weg durch die Hügelgräberhöhen war ein Spaziergang für einen erfahrenen Kämpen wie Thorgrom und auch das Grab selbst stellte ihm zunächst nur riesige Spinnen und Unmengen an Hügelkriechern entgegen. Ekelhaft, aber keine echten Gegner für seine Axt. Und auch die Untoten konnten ihn zunächst nicht schrecken. Bis er sich plötzlich und unerwartet Thadur dem Schleifer gegenübersah. Knöcheltief in stinkendem grünem Schleim und umgeben von nicht minder stinkendem Nebel verweste er da vor sich hin. Und Thadur war nicht allein, sondern wurde von Horden Untergebener bewacht. Hier rächte sich jetzt, dass Thorgrom nur zwei schimmelige kleine Athaelasessenzen in seinem Bündel hatte. Thadur stellte sich als eine hart zu knackende Nuss heraus und Thorgrom musste all sein Können aufbieten in diesem stinkenden feuchten Loch, um nicht selbst zu einem dieser verrottenden Skelette zu werden, die hier den Boden bedecken. Am Ende fiel Thadur wie all die anderen Feinde zuvor, auch wenn der Kampf nicht unbedingt für Lieder und Geschichten taugt.
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Hoffentlich gibts bald mehr davon.
Respekt!
Wahrscheinlich sollte ich dir böse sein das du diese Story geschrieben hast, denn sie wird mich wohl viel Installationsstress und eine Menge Monatsgebühren kosten... :-)